Archive for the ‘celiamara’ Category

MEUS AMORES:: BRAZILIAN LOVESONGS

05/10/2012



1.12.2012 // 20:00 Museum für Völkerkunde in Wien
Karten online kaufen:

Wenn es draußen wirklich kalt wird, ist es Zeit, die Herzen auf zu wärmen!
Um so mehr hat uns die Anfrage des  Kulturproduzenten José Simoes gefreut, im Rahmen der Brasilianischen Kulturwoche Caminhos Brasileiros im Wiener Völkerkundemuseum ein akustisches Programm zu präsentieren. Und was eignet sich dafür mehr, als Meus Amores – Meine Lieben, das Programm das wir schon 2010, gemeinsam mit Benjamim Taubkin und Margarethe Deppe im ausverkauften Wiener Konzerthaus präsentiert hatten!
Eine Woche lang wird im Museum für Völkerkunde in Wien die brasilianische Kultur in ihrer Vielfalt beleuchtet. Begleitend zur aktuellen Ausstellung „Jenseits von Brasilien“ werden Caminhos Brasileiros – Brasilianische Wege in Literatur, Film und Musik vorgestellt: ein Programm, das Perlen der Gegenwartskunst und – Kultur Brasiliens in Österreich präsentiert.
Und Célia Mara’s Konzert bildet den Abschluß!

MEUS AMORES :: BRAZILIAN LOVE SONGS MIT CÉLIA MARA
Célia Mara (BR/A): Stimme, Gitarre, Pandeiro
Nikos Pardalakis (GR): Piano
Jadenir Lacorte (BR): Bratsche, Electronics

Samstag, 1.12.2012 // 20:00
Museum für Völkerkunde
Neue Burg-Heldenplatz, 1010 Wien
Einlass: 18:00
Rahmenprogramm Caminhos Brasileiros // Brasilianische Wege :
Chor „Novo Mondo“, freie Besichtigung der Ausstellung „Jenseits von Brasilien“
Eintritt: 15.- AK, 13.- VVK, 12.- StudentInnen
VVK auf femous.at und bei Jugendinfo Wien Xtra – Soundbase http://www.jugendinfo.at

Meus Amores: Célia Mara unplugged
Das Aufregendste aller Gefühle – die Liebe – steht im Mittelpunkt von Célia Mara’s Meus Amores – ihrem akustischem Programm. Heißblütig und feurig, schmeichelnd, fordernd, provozierend, wild, dann wieder schmachtend, verloren in ungewollter Einsamkeit entführt sie ihr Publikum in intensive brasilianischen Gefühlswelten!

Célia Mara braut einen prickelnden Liebestrank aus Bossa Nova und brasilianischer Folklore, verbindet Valsas, Balladen, Latin Jazz und Tango, Boleros und Afro zu einem exotischen Cocktail des ganz Normalen: der grenzenlosen, unbeschreiblichen Liebe.

Akustisch, ausgefeilt und überraschend, verbindet das Programm intensive Interpretationen mit instrumentaler Perfektion – elektronische Klänge durchbrechen Erwartungshaltungen, lassen die ZuhörerInnen immer Neues entdecken. Hautnah lässt Célia Mara ihre sinnliche, raue Stimme erklingen, in einem intimen Zusammenspiel mit ihren kongenialen Partnern an Klavier und Bratsche. Mit dem – erstmals in Österreich auftretenden – Griechen Nikos Pardalakis am Piano und dem klassisch ausgebildeten Brasilianer Jadenir Lacorte gehen zwei großartige Musiker auf die Liebesreise…
Am Programm stehen Célia Mara’s hochkarätige Eigenkompositionen, liebevoll verwoben mit Perlen der brasilianischen Musikgeschichte. Zu erwarten ist eine Nacht voll Poesie und tiefer Gefühle, getragen von einer leidenschaftlichen Sängerin und grandiosen MusikerInnen.

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Caminhos Brasileiros“ / Brasilianische Wege
In Kooperation mit  dem Museum für Völkerkunde, der brasilianischen Botschaft in Wien
Kuratiert von José Carlos Simoes / Dziady-DMS Cultural-

summertime in austria

06/08/2012

Die Show am Wiener Rathausplatz beim Jazzfest Wien war sicher der musikalische Höhepunkt im Juli – wir hatten ein bombastisches Konzert… fantastische KünstlerInnen on stage und ein ebenso großartiges Publikum, das den Platz zum Kochen gebracht hat! Danke an alle… wir müssen das unbedingt wiederholen!
Besonders gefreut hat uns, dass Fritz Thom, Jazz Fest Wien Direktor, unsere Show als eines der Highlights des Festivals bezeichnet hat – und das bei über 50 Konzerten mit Weltstars ! Woaw!!!!

jazzfest wien - rathausplatz aminata seydi & grace latigo! yeah! werner laher, fernando paiva, alex pinter, patrizia ferrara, célia mara, topoké, edith lettner, wolfo schmidt, courtney jones unexpected guests from south africa wolfo schmidt

Denken… reden … netzwerken

Der Juli war aber auch stark der Projektentwicklung gewidmet. Die Teilnahme am 54.ICA Kongress der AmerikanistInnen an der Uni Wien hat uns mit David Diamond verbunden und uns ins Living Theater eintauchen lassen, eine Weiterentwicklung von Augusto Boals Theater der Unterdrückten. Techniken zur Analyse von Situationen, aktive Veränderung üben. Weiterer Schwerpunkt war die Konzeption des Projektes “transkulturelle Narrativen – die Wäscherinnen”, das wir mit femous, dem DJ Kollektiv Brunnhilde und dem Girls Rock Camp im September im Rahmen der Wien Wochen präsentieren werden. Dass wir in Wien und Linz aktive Frauenpower zum fliessen gebracht haben, freut natürlich besonders – ein Überraschungsauftritt in einem Wiener Frauenhaus und bei MAIZ in Linz zur Feier feministischen Ungehorsams haben Spaß gemacht!

MAIZ - ungehorsam

Heißer August im anrollen…

Dissidenten, Célia Mara Rolling Stones Magazine bezeichnet sie als die Godfathers of Worldbeat.
Sie machen Sounds für Hirn und Herz, bringen Stadien zum Beben und haben die Hitparades in Brasilien mit 750.000 verkauften Alben angeführt! Dass sie jetzt Sista Célia Mara in die Familie rufen, freut sehr!WELCOME! DISSIDENTEN in Wien!
8.8.2012 bei den Afrika Tagen auf der Donauinsel.
Let’s groove politics… yeashhhh!

Am 11.8. freuen wir uns auf einen Sommertag in Neumarkt bei Linz – gemeinsam mit Maria Petrova und Wolfo Schmidt lassen wir das Bretterbühnen Picknick zu einem musikalischen Schmankerl werden – relaxed. Hitzefreundlich.
Und weil es im Sommer in Österreich besonders schön ist, fahren wir auf eines der vielversprechendsten World-Festivals… nach Graz:

18.8. Murton festival // 22.30 Postgarage // Célia Mara Band

wo wir euch eine absolut geniale Nacht versprechen – mit fettestem Sound und super vibes!
On stage: Célia Mara & The Snow Owl, Fernando Paiva, Wolfo Schmidt – Masters of groove…
bis dann!

Jazzfest Wien — the cityhall is ours!

06/07/2012

Vienna is really a metropolis! At least in July!
Hosting one of the worlds most important Jazz festivals, the city of Vienna welcomes amazing musicians…
The Vienna Jazzfest presents big names, newcomers and what the city likes most – free shows with top artists in front of the City Hall!
We are absolutely happy & proud to give our bastardsound such a great stage —
come & join us:

Célia Mara @ Jazzfest Wien 2012

monday, july 9th – 18:00 (6:00 pm)
RATHAUSPLATZ
Free entry!
Célia Mara & an awesome band:
ALEX PINTER: E-GUITAR, Effects (AUSTRIA)
WOLFO SCHMIDT – KEYBOARDS (AUSTRIA);
WERNER LAHER – E-BASS (AUSTRIA);
FERNANDO PAIVA – DRUMS (BRAZIL)
COURTNEY JONES – PERCUSSION (TRINIDAD TOBAGO)
PATRICIA FERRARA – BACKING VOCS (ITALY)
CÉLIA MARA: VOICE, GUITAR, COMP (BRASIL)

TV Brasil – a única TV nacional pública …

10/03/2012

e Célia Mara é convidada…

no Estúdio Móvel dia 13.3.2012 / TV Brasil

16:00 Nova York // 18:00 Brasília // 22:00 Viena/Berlim

A volta de Célia Mara no Brasil foi para atender ao convite do 2° maior festival do Brasil, o Festival de Verão de Salvador. Com um espetáculo bombástico, que foi desenvolvido em colaboração com o coreógrafo internacionalmente premiado Frank Handeler e a produtora Silvia Jura, Célia Mara inspirou a multidão, louca de dançar, com o seu brazilian bastardsound, grooves duros e conteúdos críticos!

Nesse momento, em Salvador os movimentos da sociedade civil – a exemplo do OCCUPY – estão se alinhando para acabar com a especulação imobiliária, as desapropriações arbitrárias e uso inadequado do espaço público. Em uma das suas músicas – reflexão sobre o Mercado Modelo – Célia Mara introduz esses slogans. Toda a área do comércio de Salvador é vítima da especulação imobiliária, até o Elevador Lacerda não ficou fora dessa ameaça de “privatização”!
Veja o vídeo ao vivo!

Célia Mara’s viagem ao Brasil traz ainda mais novidades … Depois de um pocket show –voz & violão – aclamado no famoso Circo Voador /Rio de Janeiro, Célia fez a ponte direta para o Estúdio Móvel da TV BRASIL. A TV Brasil foi fundada em 2007, sob o governo de Luiz Inácio Lula da Silva como um serviço público de radiodifusão, em alternativa aos canais privados que monopolizam a informação/educação do povo Brasileiro. O objetivo declarado da TV Brasil é fornecer a população brasileira um melhor acesso à educação, cultura e informação. O programa Estúdio Móvel – no ar de segunda a sexta-feira – apresenta as novas tendências culturais do Brasil…

Célia Mara & Liliane Reis… no Estúdio Móvel

terça feira //  13.3.2012 /TV Brasil TV Brasil internacional
Nova York:: 16:00 // Brasília:: 18:00 // Viena/Berlim:: 22:00

Célia Mara foi convidada de Liliane Reis para falar do seu projeto musical, da sua careira e da sua experiência na Europa e ….. tem mais…

Sintonize-se para saber mais!

Sintonize a TV Brasil TV aberta
canal 2 Net – canais 4 (SP), 16 (DF), 18 (RJ e MA) Sky-Direct TV – canal 116
TVA digital – canal 181

http://tvbrasil.org.br/estudiomovel/
http://tvbrasil.ebc.com.br/internacional

TV Brasil – der erste öffentlich rechtliche Sender Brasiliens…

09/03/2012
 

Und Célia Mara ist Gast…

im Estúdio Móvel am 13.3.2012 / TV Brasil

16:00 New York // 18:00 Brasilia // 22:00 Wien

Im Jänner 2012 wurde Célia Mara zu Brasiliens zweit größtem Festival eingeladen – dem Festival de Verão de Salvador. Mit einer bombastischen Show, die in Zusammenarbeit mit dem international preisgekrönten Choreographen Frank Handeler und Produzentin und Konzeptionistin Silvia Jura in kürzester Zeit entwickelt wurde, konnte Célia Mara das tanzwütige Publikum mit brazilian Bastardsound, harten Grooves und kritischen Inhalten begeistern!
In Salvador formierte sich gerade die Zivilgesellschaft, um mit Immobilienspekulation, willkürlichen Enteignungen und zweckfremder Nutzung des öffentlichen Raums auf zu räumen. In der Show wurde das Thema aufgegriffen und mit Célia Mara’s Song Mercado Modelo verbunden. Hier ein paar Videoimpressionen dazu:

Célia Mara’s Brasilien Aufenthalt bringt aber noch mehr: … nach einem gefeierten Solo-Auftritt in Rio’s berühmten Circo Voador ging es direkt ins Estúdio Movel von TV BRASIL. TV Brasil und TV Brasil internacional wurde 2007 unter der Regierung von Luiz Inácio Lula da Silva als öffentlich rechtlicher Rundfunk in’s Leben gerufen, mit dem erklärten Ziel, der brasilianischen Bevölkerung besseren Zugang zu Bildung, Kultur und Information zu bieten. Estúdio Movel – von Montag bis Freitag on air – ist die Sendung, wo innovative Künstlerinnen und ihre Projekte vorgestellt werden.

Célia Mara & Liliane Reis…

im Estúdio Móvel am 13.3.2012 /
TV Brasil

16:00 New York // 18:00 Brasilia //
22:00 Wien / Berlin

Sie unterhielten sich über und mit Musik – was noch alles Thema war, gibt’s am 13.3. zu sehen:

Sintonize a TV Brasil TV aberta – canal 2 Net – canais 4 (SP), 16 (DF), 18 (RJ e MA) Sky-Direct TV – canal 116 TVA digital – canal 181

http://tvbrasil.org.br/estudiomovel/

http://tvbrasil.ebc.com.br/internacional

Wir danken der Österr. Botschaft in Brasilia für die freundliche Unterstützung beim Festival de Verão!

bastardistas@ festival de verão!

25/01/2012

Nada é puro. Rebela se! Brazilian bastardsound made in a global world.

Célia Mara is back to Brazil – and how!!!!
The first show will be @ the 2nd biggest festival of Brazil, the festival de verão!

28.1.2012 // 20:00 puntoal!!!
Festival de Verão 2012 – Palco Concha
Parque de Exposicões, Av. Dorival Caymmi, Itapua/ Salvador

“Chegou a hora do povo conhecer a musica de Célia, uma mensagem politizada, mostrando que possível fazer musica com personalidade, força, feminismos” diz Vilma Reis, uma das lideranças do movimento das mulheres negras de Salvador.
As musicas que Célia vai levar no palco são dedicadas a uma realidade diferente, são narativas musicais da história do Brasil, é um olhar critico sobre o mundo contemporaneo, as questões de injusticia social, ambiental, de politicas disumanas e de alegria sem conteudos… Célia Mara – cantora, compositora, armada de guitarra Godim – compoe as suas musicas sobre base brasileira num conceito global. É uma mistura de Samba, Maracatu, Baiao, Forro com Funk, Punk, Rock, Electônica, Jazz e World -  Musicas pra dançar! Um ritmo quente, invasivo… simplesmente bastardista!

Célia prepared a great performance and  will present on stage some of the best musicians and dancers of Salvador’s cultural scene.
The band was organized by Marcio Dhiniz (drums), bringing together great André Santana (Keyboards), Marcelo Rocha (Bass) and on vocals, percussion and trombone Sandra Coelho,  Lenny Oliveira,  Gilmar Chaves Cardoso,  Joana Boccanero and Kabo Duka! Woaw!!!!
We are specially happy to present our new collaboration with the international choreographer Frank Handeler – who is elaborating a performative interpretation of Célia’s songs together with the magnificent Norma Santana,  Lukas Tanajura, Stephanie Bangoura, Ricardo Stewart and Katharina Burger.

last but not least – we are very proud to have the support of FABIO VIDAL, Salvador’s best actor – and a documentation by Georg Tedeschi, international fotografer based in Hamburg.
Thank you allllllllll!!!

A production by Silvia Jura & Célia Mara

obrigada pelo appoio!

 

 

brasil 2012

12/01/2012

felizidade! paz! e muita boa musica para tod@s nos!!!!

let’s play for change!

videoart by maanila, footage by siju
remix contest of mercado modelo coming soon!

13.1.2012: 22:00 // Circo Voador / Lapa, Rio de Janeiro
célia is invited by the fantastic orquestra voadora and will perform a pocket show – sola / voice + guitar to present her brandnew songs to the CARIOCAS!
Orquestra de musica Jamaicana will follow — highlight of the night Orquestra Voadora!
the night will be explosive!!!!! a lot of reggae, ska, funk, punk and samba…
tickets:
R$60,00 Inteiro
R$30,00 Ingresso Promocional ( http://circovoador.com.br/ )

28.1.2012: 20:00 // Festival de Verão / Salvador
presenting brazilian bastardsound made in vienna – for the first time with her brazilian band! check the article @ globo
Celia Mara will rock the stage Concha Acustica, bringing fantastic musicians from Bahia on stage. A special dance performance by choreographer Frank Handeler will support the show.

Follow us to know about our remix contest…

We really want to thank the Austrian Embassy in Brasilia who enabled the performance at the Festival de Verão through financial support!

going brazil 2012

23/12/2011

Brazil is calling… and Célia Mara is going!

The Festival de Verão de Salvador, one of Brazil’s most important (and biggest) festivals, discovered Célia Mara. Woaw! Matriamericas, Mercado Modelo, Nana Burukê… original Bastardsound (made in Vienna) pra Salvador… To expect: an explosive party!
28.1.2012:: 20:00  Festival de Verão, Salvador

And more good news: Rio de Janeiro could’nt resist the temptation. Célia Mara is invited to perform a pocket show @ Circo Voador! Sola, with her brand new Godin-guitar – presenting freshly landed Deusas Ocultas and Flor de Beijar – opening the night of the big orquestras: It’s the amazing Orquestra Voadora, the incredibly  street-art performing ensemble – horns & percussion only -, who called her. fabrica de armas, Ana Maria… There is something in the air – between the many of them. Also featured during the night:  orquestra de musica jamaicana de São Paulo. What a SKA-ful happening!
13.1.2012:: 22:00 – Circo Voador, Rio de Janeiro

more news to come. watch out!

PS: support célia mara by public voting at  “conexão-VIVO” to play also a theater gig in Salvador.

Many thanks to the Austrian Embassy in Brasilia to support our activities!

FEMOUS ORIGINS @ ARS ELECTRONICA

29/08/2011

DONNERSTAG 1.9.2011, 21:00 – 21:40, LINZ,
ARS ELECTRONICA CENTER, BÜHNE AM FREIDECK

 Célia Mara (Brasil), Electric Indigo (Austria), Stella Chiweshe (Zimbabwe), Sweet Susie (Austria)

Auf der Suche nach dem Ursprung …
Musikalische Wurzeln aufgreifen, verändern und sie in unterschiedlichen Kontexten neu bewerten: die femous orchestra Artists Célia Mara, Sweet Susie und Electric Indigo laden sich Stella Chiweshe aus Zimbabwe zur gemeinsamen Spurensuche, erproben ihr Zusammenspiel in unterschiedlichsten Ritualen, thematisieren verschiedene Zugänge zu Trance und Extase…

Der (post)/koloniale Raubbau an Afrika und Südamerika ist auch in der Musik Thema. Die unreflektierte Übernahme musikalischer „origins“ in die westliche Kultur stärkt oft bestehende, eurozentristisch-rassistische kulturelle Hierarchien. Doch Stella Chiweshe, Célia Mara, Sweet Susie und Electric Indigo durchbrechen, in einem Prozess der künstlerischen Verbindung, gemeinsam die Vorgaben der westlichen Hegemonialkultur. In einem Akt kollektiver kultureller Aneignung werden „Ursounds“ transformiert, bearbeitet und adaptiert, losgelöst von ihrer Ethnizät. Zusammen konstruieren und dekonstruieren die vier gleichberechtigten Musikerinnen Rhythmen und Töne, setzen Akzente eines globalen, kulturellen Widerstands.

Afrikanische und amero-indianische Kulturen werden oft als Inspiration für westlich hegemoniale Kultursysteme genützt. Die Suche nach dem Ursprung führt femous in eine kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart: die brutale Zerstörung unserer Lebenswelten findet sich im Raubbau der Kulturen wieder…
Die Shona im südlichen Afrika nützen seit mehr als 1000 Jahren die Mbira, ein „Daumenklavier“, zur Kommunikation mit ihren AhnInnen. Der Zugang zu den Gottheiten war jedoch nur den Männern vorbehalten. Stella Chiweshe durchbricht diese maskulinen Macht- und Musiktraditionen und überführt so die Geschichte ihrer Kultur in weibliche Hände.
Célia Mara bringt uns zu den Diaguitas, einer vom Genozid ausgelöschten, präkolumbianischen Hochkultur Südamerikas. Ein Stück verholzter Kaktus, „der Regenmacher“ (palo de lluvia) und ihre Stimme sind Wegweiser durch den kulturellen Widerstand eines ganzen Volkes, zum Ursprung aller Gottheiten, zu Pachamama, der Erdmutter.

Femous Origins
Featuring: Stella Chiweshe (Zimbabwe), Célia Mara (Brasil), Sweet Susie (Austria), Electric Indigo (Austria)

Eine Eigenproduktion von femous: platform for famous female culture
Idee: Silvia Jura – Célia Mara – Sweet Susie

International Femous Orchestra: „Wir schmeißen alle diese Grenzen weg“

10/07/2011

Von Kerstin Kellermann (Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Moving Cultures)

Celia Mara sieht keine Barrieren für Transkulturalität in der Musik von Frauen aus verschiedenen Kontinenten.

Vero La Reine quatscht fröhlich alle voll, die junge Schlagzeugerin, die sehr weit hinten auf der riesigen Bühne sitzt, legt mit einem Samba ab und es geht gleich fett los mit fünf lautstarken Bläserinnen. „In dem 21 Frauen Orchester spielt die Creme de la Creme der österreichischen Musikerinnen-Szene“, hatte der Moderator im Anzug eingeleitet. „Hören Sie das International Femous Orchestra!“ Vero steht schon ganz vorne und strahlt. Eine kräftige Frau im Silberkleid ruft in ein Megaphon: „Afrika!“ Das Femous Orchestra hat einen ganz eigenen Sound, vielstimmig wie ein richtiges, klassisches Orchester – aber ohne Dirigentin. Die Damen sind nur ein bissl eng auf der rechten Seite aufgestellt, eventuell sind die fünf Blasinstrumente links etwas laut. Echt fett, diese Einführung, es klingt ganz eindeutig nach transkulturellen Mischformen der Musikerinnen, die aus verschiedenen Kontinenten kommen. Die Wiener Bezirksfestwochen starteten mit einem Konzert auf dem Michaeler Platz und die ZuschauerInnen-Reihen reichen bis hinten zum Cafe Griensteindl. Dicke weiße Männerfiguren aus Stein beim Durchgang zur Hofburg, ein Opi futtert bedächtig seine Jause, zwei Kinder sitzen brav wie angepickt mit Luftballons in den Händen in der ersten Reihe. Die Damen amüsieren sich auf der Bühne. Sicher super Aussicht von da oben.

Zirkusstimmung und Dub Beat

„Das wollte ich schon immer mal machen!“, ruft Tania Saedi und legt los mit dem Mikro: „To rest my soul in peace…“ Der Wind weht, drei schwarze Frauen singen „the horizone…“, ist das Ska? Jazz?, „make yourself fly“ – diese Musik ist gänsehautverdächtig, „I move in harmony“. Der Opi mit grüner Kappe schleckt seine Finger ab und riskiert einen Blick auf die Bühne. Das Konzept mit den verschiedenen tollen Sängerinnen ist ausbaufähig. „Das war typischer Dub Beat halt“, sagt Tania nachher, auf dem Kopfsteinpflaster vor der Bühne sitzend, „USA Rhythmen, elektronische Musik!“ „Wir Musikerinnen sind es alle gewöhnt zu improvisieren“, erklärt Andrea Lasic in hellblauem Ballkleid. Celia Mara baut und gibt Basis mit ihrer Gitarre, hält sich zurück und unterstützt. „Ich gebe den Sängerinnen Platz sich zu zeigen, damit jede ihren Platz findet, sich zu realisieren“, sagt die brasilianische Profi-Musikerin später im Interview. „Zu Beginn wollten wir Arbeiterinnenlieder singen und Frauensongs covern und nicht selber komponieren. Doch es entwickelte sich anders: Jetzt werden Songs, die wir selber geschrieben haben, auf die Bühne gebracht!“ Zu Orchester-Beginn am 8. März stand z.B. der „March of the Women“ aus 1911 von Ethel Smyth, der offiziellen Freundin von Virginia Woolf, am Programm, als Input der Ethnologin Sylvia Jura, einer der Femous-Mitbegründerinnen. „Inzwischen wird der Platz für Improvisation aufgemacht“, sagt Celia. „Jetzt ist das Femous Orchestra so weit, dass es eine Richtung gibt. Es gibt auch Sängerinnen, die wollen uns nur als Begleitmusik haben, die haben das Konzept noch nicht verstanden, dass du nicht der Star bist, die werden nicht bleiben.“ Ein Orchester ist immer mehr als die einzelnen Musikerinnen, auch wenn die großteils selbst Bandleaderinnen sind.

Militarismus-Persiflagen und Bikutsi-Rap

Eine Frau mit Akkordeon um den Hals macht einen Clown Koffer auf. Trötet mit einer kleinen Pfeife, spielt die Flöte mit einer Hand durch ein Nasenloch und mit der anderen Hand Ziehharmonika. Zirkusstimmung kommt auf! Celia Mara spielt leise mit. Die schrille Tröte am Schluß klingt grell in den Ohren nach. Au weh. Die Clownfrau marschiert in einer Militär-Persiflage mit Stock ein, eine andere mit Megaphon hinterher, tutz tutz kommt lauter Elektrosound von D-Jane Sweet Susi. Das Militär mit seinen Männlichkeits-Märschen und seiner Musik wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Die männlichen Zuschauer halten sich an ihrem Bier fest.

Was ist das für eine Sprache? Voll unauffällig im Bühnennebel und voll flott steht EsRap plötzlich da, die junge Rapperin türkischer Herkunft in ihrer karierten Hose. Es geht los in verkürztem Englisch. Wann holt die Luft bitte! Die entfesselte EsRap mag die Bühne, mag die Stimmung gegenüber der Kirche, oberhalb der archäologischen Ausgrabungen am Michaelerplatz, es ist das erste Mal, dass ich sie fast melodiös singen höre. Das Publikum jubelt. Kein Gewitter weit und breit, obwohl es angesagt war. Und es geht schon wieder los mit der nächsten Nummer: Vero La Reine singt Bikutsi, die Frauenmusik aus Kamerun. Yeah, yeah, yeah, irgendwie klingt sie heute auch nach Rap, nach afrikanischem Rap, mixture of styles, das muss EsRaps Einfluß sein – absolut tanzbar, aber nicht hier auf diesem weiten Platz, wo die ZuschauerInnen weit weg auf den Stuhlreihen sitzen. Trompetensolo, Celia shakt, brasilianisch is so funky!, ein schwarzer Kleiner filmt von unten her die Bühne mit seinem Handy, ob die Musikerinnen überhaupt drauf sind? Es gibt eindeutig mehr Leben auf der Bühne als bei den ZuhörerInnen, obwohl sich hie und da ein gewisses Lächeln auf die Lippen der Bürgerinnen stiehlt.

Sich ein Gefühl geben

„Zu dem Thema Transkulturalität in der Musik muss ich noch was sagen“, meint Celia Mara später, „Bei dem afrikanischen Lied haben wir alle sechs Achtel Rhythmus gespielt, wir sind ja alle sehr kompetente Profis. Ich habe zum ersten Mal afrikanische Gitarre gespielt (lacht), man hört das eh die ganze Zeit überall. Musik ist eine internationale Sprache, wenn die Musik gut ist, die Melodie gut, sehe ich keine Barrieren. Ich kann etwas Schönes, Trauriges singen (singt etwas vor), eine schöne Melodie egal in welcher Sprache. Ich konsumiere nur Musik, die mich emotional bewegt. Jacques Brel’s „Ne me quitte pas“ oder Janis Joplin stehen da auf der gleichen Stufe, beide haben so viel Kraft…, das ist ursprüngliche Musik, die sich ein Gefühl gibt. Ich mag keine Songs, die kein Gefühl zeigen und es gibt irrsinnig viele davon!“ (lacht). Plötzlich fängt die Gitarristin mitten in ihrem Wohnzimmer zu singen an, „unsympathisch und idyllisch ist das Ideal“, „flexibel, Sklaven für das Kapital“, höre ich, dann nur einzelne Wörter „Technokraten“, „homophob“, „ethnozentristisches Alarmsignal“, ich muss lächeln über die schwierige Wortfolge, „exotischer Sex im Internet“, „braune Suppe“… „Der Text von EsRap, den ich für sie schrieb, war leider schwer verständlich, wir haben den Song zu schnell gespielt“, kommentiert Celia ihre Darbietung. „Einmal habe ich mit Sylvia einen Song mit lauter lateinischen Wörtern geschrieben, keine Grammatik, nur Wörter. Diesmal habe ich sogar ein bißchen gejodelt für die Betonung des Österreichischen, aber das ist noch nicht so heraus gekommen. Wir schmeißen alle diese Grenzen weg, wir brechen mit allen diesen Regeln, die die Mackerhaften immer überall geben.“

Tutz Tutz machte EsRap Beatbox auf offener Bühne, „Bei mir? Bei dir!“, rief sie, dann wurde „Platz für Improvisation aufgemacht“, damit die junge Musikerin mit dem Publikum kommunizieren kann.


Hier findet ihr noch mehr Artikel über das “femous orchestra”:

musicaustria.at/das-femous-orchestra-konzertiert-im-wiener-kosmostheater

musicaustria.at/musicaustria/donaufestival-2011-nodes-roots-and-shoots

donaufestival.at/femous-orchestra language=de

donaufestival.at/festival-en/femous-orchestra

kultureninbewegung.vidc.org/index.php?id=103


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